Ein Blick, der noch neugierig ist
Dr. med. Georg Hünig schöpft aus über 30 Jahren psychotherapeutischer Praxis. Seine Suche nach einer greifbaren Vermittlung komplexer psychischer Prozesse führte zum Bergmodell und zu vielen weiteren Modellen – Werkzeuge, die Therapie be-„greif“-bar machen.
Aus der Praxis. Für die Praxis. In der Praxis.
Die Modelle entstehen nicht am grünen Tisch, sondern im Gespräch. Wenn eine Erklärung nicht ankommt, sucht Dr. Hünig nach einem Bild: Ist es vielleicht so, als ob …? Aus dem Wort wird eine Zeichnung, aus der Zeichnung ein Modell, das man in die Hand nehmen kann.
Wie das Bergmodell entstanden ist
- 2004
Gefühle statt Urteile
Dr. Hünig lernt die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg kennen. Sie fragt nicht, was richtig oder falsch ist, sondern welche Gefühle und Bedürfnisse im Spiel sind. Dieser Gedanke prägt alles, was danach kommt.
- 2010 – 2013
Ein Diagramm für die Praxis
Er entwirft ein Diagramm mit zwei Achsen: waagerecht die bewertende Sprache von richtig und falsch, gut und böse. Senkrecht die Bedürfnisse – oben erfüllt, mit dem Signalgefühl Freude, unten unerfüllt, mit Schmerz, Angst, Trauer und Wut. Jahrelang arbeitet er damit in seinen Sitzungen.
- 2013
Ein Wort verändert alles
Im Frühsommer sagt ein Patient: Ich wäre gern auf der Achse der Gefühle, habe aber eine große Neigung, auf die andere Seite zu kommen. Bei dem Wort „Neigung“ faltet Dr. Hünig das Papier und stellt es auf wie ein Hausdach. Plötzlich ist sichtbar, wie leicht man nach rechts oder links abrutscht.
Eine frühe Skizze: die Ruheorte der Kugel - danach
Vom Papier zum Modell
Nach vielen Hundespaziergängen entsteht das erste dreidimensionale Modell – aus Spielsand, gebacken in einer Kuchenform, mit einer Kugel darauf und einer Schlucht darin. Dann der nächste Schritt: Was macht ein Säugling, was ein Kind, was ein Erwachsener? Daraus werden die drei Schichten.
- 2015
Das Gipsmodell
In einer Springform entsteht Schicht für Schicht das erste Gipsmodell – jede Ebene geschliffen, mit Folie getrennt, darauf die nächste modelliert. Mit diesem Modell arbeitet Dr. Hünig jahrelang. Später fräst ein ehemaliger Patient, Ingenieur und Modellbauer, das Modell aus Holz. Bis heute gibt es davon nur ein einziges Exemplar.
Das Gipsmodell, mit dem Dr. Hünig jahrelang gearbeitet hat - 2021 – 2024
Aus der Praxis wird ein Filmstudio
In der Corona-Zeit lernt Dr. Hünig bei einem Fernsehkameramann, Filme zu drehen. Ab Januar 2022 baut er seine Praxis zum Studio um und dreht Jahr für Jahr die Videos für Basisbereich, Grundkurs, Aufbaukurs und PLUS-Bereich – alle selbst gedreht und selbst geschnitten.
- 2025 – 2026
Das Buch
Über einen Kontakt aus der Klinik lernt Dr. Hünig eine Lektorin kennen. Ein Probekapitel überzeugt, im März 2025 folgt der Auftrag. Im Mai 2026 erscheint „Modelle in der Psychotherapie“ im Schattauer Verlag.
„Der Daniel Düsentrieb der Psychotherapie.“
Vom Mathematikstudium zur Psychotherapie
- 1981 – 1983 Studium der Mathematik, Physik und Chemie
- 1983 – 1990 Studium der Medizin
- ab 1991 Arzt in einer Allgemeinarztpraxis. Entwicklung einer grafischen Bedienoberfläche für die Praxissoftware, vorgestellt auf der Medica in Düsseldorf
- danach Produktmanager für Praxissoftware, zuletzt beim Thieme Verlag. Berufsbegleitend Weiterbildung in Psychotherapie
- 1995 – 2001 Arzt in einer psychiatrischen Klinik
- seit 1996 Psychotherapeutisch tätig und in der Weiterbildung von Ärztinnen, Ärzten und Therapeut:innen
- seit 2001 Eigene psychotherapeutische Praxis
- 2026 „Modelle in der Psychotherapie“, Schattauer Verlag
Qualifikationen
- Praktischer Arzt mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie
- Ärztlicher Psychotherapeut
- Lehrtherapeut, anerkannt durch die Bayerische Landesärztekammer
- Supervisor, anerkannt durch die Bayerische Landesärztekammer
- Seit 1996 in der Weiterbildung von Ärztinnen, Ärzten und Therapeut:innen
Ein Blick in die Praxis


Ein Raum für Begegnung, Stille und die Arbeit am eigenen Weg.
Modelle in der Psychotherapie
Im Schattauer Verlag erschienen, bündelt das Buch neun Modelle aus Dr. Hünigs Praxis. Jedes wird zweimal erklärt – in Fachsprache für Therapeut:innen und in Alltagssprache für alle anderen.
„Wenn ich glaube, ich verstehe schon, was kommt – höre ich schlechter zu. Deshalb versuche ich, jede Sitzung so anzugehen, als wäre es die erste.“