Bergmodell

Das Halfpipe-Modell

Wenn aus einer Strategie eine Streitegie wird.

Von Dr. med. Georg Hünig · Stand

Was in der Liebe mitschwingt

In jeder erotischen Beziehung werden unweigerlich Erlebnisse aus unserer frühesten Kindheit wieder wach. Erlebnisse aus der Zeit, als wir Säuglinge waren. Bewusst sind sie uns nicht.

Das ist zunächst nichts Schlimmes. Nähe, Hautkontakt, Geborgenheit – vieles davon erinnert den Körper an diese erste Zeit.

Der Versuch, alten Mangel auszugleichen

Schwierig wird es, wenn wir damals Beziehungsmangel erlebt haben. Dann sind wir versucht, diesen Mangel von damals mit der Sexualität von heute vergessen zu machen.

Das kann eine Zeit lang funktionieren. Auf Dauer lässt uns diese Strategie aber immer unzufrieden zurück. Denn was dem Säugling gefehlt hat, kann der Erwachsene im Bett nicht nachholen.

Aus der Strategie wird eine Streitegie

Die Unzufriedenheit sucht sich einen Schuldigen, und meistens ist das der Partner. So wird aus der Strategie eine Streitegie.

Das Halfpipe-Modell macht sichtbar, was hier eigentlich geschieht. Wer erkennt, dass der alte Mangel ein eigenes Thema ist, nimmt den Druck aus der Beziehung – und aus der Sexualität.

Ausführlich beschrieben – in Fach- und in Alltagssprache – im Buch „Modelle in der Psychotherapie“. Diese Seite ersetzt keine Beratung oder Behandlung.

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